Sonntag, 18. Juli 2010

Der Erstversuch - 48,2 km - für mich nicht schlecht!

Um 12.00 Uhr stehe ich vor der Haustüre - aufbruchbereit und mit meiner Karte im Rucksack. Heute will ich mich nicht wieder verfahren. Immer noch genervt vom Kartenproblem am Freitag will ich meine Tour heute dort fortsetzen, wo ich am Freitag so kläglich gescheitert bin. Also Münchner Straße stadtauswärts, am Südfriedhof entlang und dann Richtung Königshof. Und siehe da: Ich finde die Abzweigung zum Kanal auf Anhieb. Naja, links hätte ich gemusst, nicht rechts! So beginnt meine Tour mit einem langen Stück am Ludwig-Main-Donau-Kanal von Königshof bis zur Waldschänke.


Ludwig-Main-Donau-Kanal


Kurz verschnaufen


Ehemalige Schleuse am Ludwig-Main-Donau-Kanal


Ui, ein Tandem - Fotokamera schnell!


Hier lässt es sich aushalten

Bei einem kurzen Päuschen in der Waldschänke studierte ich die Karte für den Rückweg. Darin ist der Jägersee in unmittelbarer Nähe von Feucht eingezeichnet. Diesen See hatte ich noch nie gehört und so entschloss ich mich, den Rückweg nicht am Kanal sondern auf einer anderen Route anzugehen. Deshalb verließ ich bei Röthenbach/St. Wolfgang den Kanal in Richtung unbekannter Gegenden und gelangte so auf ein Teilstück des mittelfränkischen Jakobsweges.  

Am Jägersee angekommen, war ich mit mir zufrieden, dass ich diesen Weg gewählt habe. Der Jägersee liegt in einem Waldstück und lädt wohl die Feuchter zum Baden ein. Jedenfalls war dort richtig was los. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich hier noch einmal zum Planschen und Sonnenbaden vorbeiradeln werde.

Ankunft am Jägersee


Da kann man ja baden!


Mein 149-Euro-Rad am Jägersee

Mein Weg führte mich weiter nach Feucht. Der Radweg durch Feucht ist ausgezeichnet markiert und führt durch die Innenstadt, auch am Zeidler Schloss vorbei. Feucht ist sehr radlerfreundlich. Sogar Automaten mit Fahrradschläuchen gibt es dort!


Zeidler Schloss in Feucht

Über Fischbach wollte ich nun den Weg zurück nach Nürnberg finden. Bis Fischbach ging es noch einigermaßen, wobei ich bereits feststellen musste, dass sich meine Kräfte so langsam dem Ende näherten und das gemüliche, lustvolle Radeln etwas zäh wurde. Das letzte Stück des Radweges Nummer 19 jedoch kam meiner neuen Lust am Radfahren überhaupt nicht entgegen. Es ging nur noch bergauf. Je länger es dauerte, umso steiler wurde die Piste. Gelassen, wie ich von den bisherigen Eindrücken des Tages war, und in Anbetracht meiner bescheidenen Selbsteinschätzung stieg ich teilweise ab und schob mein Rad duldsam das Hügelchen hinauf. Zu meiner Entschuldigung sei noch angemerkt, dass ich meinen Lenker unbedingt höher einstellen muss. Meine bisherige Einstellung und mein Sitz auf dem Sattel führten dazu, dass das Fahren richtig unangenehm wurde. Wenn ich mich aufsetzte, ging es ohne Probleme. Also muss der Lenker unbedingt höher eingestellt werden!

Alles hat einmal ein Ende - auch unangenehme Radwege, wie ich erfreut feststellen durfte. Am Ende des Radweges Nr. 19 gelangte ich auf die Nummer 18. Und in die Nummer 18 habe ich mich sofort verliebt. Es ist der Weg von Brunn nach Nürnberg und führte mich nur noch bergab - herrlich nach dem Anstieg! Bin sogar auf 40,4 hm/h gekommen!

Unterwegs machte ich am Holzweiher, der an einer Wegkreuzung liegt, ein kurzes Päuschen.


Holzweiher zwischen Fischbach und Nürnberg

Gegen 17.00 Uhr war ich wieder zuhause in Nürnberg. Es war ein wunderschöner Ausflug. Die Einstellungen am Fahrrad werde ich bald vornehmen und die Kondition wird sich sicherlich verbessen lassen, wenn ich öfter mit dem Rad unterwegs bin. Und das habe ich mir fest vorgenommen! Und dennoch waren knapp 50 km aus dem Stand eigentlich gar nicht sooo schlecht!

Heutige Tour:
48,2 km

Notiz für mich:
- Ständer festschrauben.
- Ich brauche eine Klingel, die auch klingelt!
- Lenkertasche mit Kartensichtfenster besorgen.
- Lenker neu einstellen.
- Gepäckträgertaschen wären vielleicht besser als mein Rucksack.

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