Sonntag, 19. Oktober 2014

Tachinger See

Nach dem Besuch in Waging am See fuhr ich ein paar Kilometer weiter zu einem Parkplatz am Tachinger See, der direkt neben dem Waginger See liegt. Dort wollte ich noch wandern gehen. Es kam aber anders:
 
Kiosk am Tachinger See.


Nach der Ankunft am Parkplatz saß ich in der Sitzgruppe im Wohnmobil und gönnte mir ein Bier auf den schönen Tag. Da gab es einen Krach in der Nähe und wenig später hörte ich nur noch "Aua, meine Hand, meine Hand." Wie sich herausstellen sollte, war eine Radlerin auf einer Brücke (20 Meter von mir entfernt) gestürzt, konnte sich nicht abfangen und ist auf Schulter und Hand recht unsanft gelandet. Als ich gerade helfen wollte, war die Unglücksfahrerin mit Ehemann und einer Passantin auf dem Weg zu meinem Fahrzeug. Sie fragten, ob sich die Verletzte auf die Stufe am Eingang meines Mobils setzen dürfte. Kam nicht in Frage. Ich bat sie IN das Fahrzeug, dort könnte sie sich viel bequemer setzen. Da hat sie sich geziert, weil sie ja total schmutzig durch den Sturz war. Mit einem Griff hatte ich eine Decke in der Hand, legte sie über die Sitzpolster und einen Augenblick später saß das Unfallopfer in meinem Auto.
 
An ein Weiterfahren war nicht zu denken. Leider konnte ich ihr nur etwas zu trinken anbieten. Äußerliche Wunden hatte sie nicht, aber ordentlich Schmerzen. Die beiden waren Österreicher und hatten nur 40 Kilometer nach Hause, Sie wollten keinen Krankenwagen, sondern in die Klinik in Österreich fahren. Wir beschlossen, dass der Mann zurück zum Auto radelt und ich mich um die Frau kümmere.
 
Eine Stunde später war er zurück und die beiden machten sich auf den Weg. Die Wartezeit war wie im Flug vergangen. Wir haben uns richtig nett unterhalten und ich glaube, ein Bisschen konnte ich sie damit auch von den Schmerzen ablenken.
 
Eines wird mir nicht mehr passieren: Dass ich keine Schmerztabletten dabei habe. Wieder etwas gelernt!
 
Nach diesem Zwischenspiel lief ich etwa hundert Meter, bevor ich am Ufer des Sees an einem wunderschön gelegenen Kiosk mit Terrasse hängen geblieben bin. Ich aß zu Abend, hielt die Füße ins Wasser und genoss das Ende dieses Wochenendes ausgiebig, bevor ich mich auf den Heimweg machte.


Und hier verbrachte ich das Wochenende.

Links die Unglücksradlerin - hält sich immer noch die verletzte Hand.

Und auf dieser Brücke ist es passiert.
Ich sah mich dort nochmal um. Das Holz war richtig schmierig und das Laub tat sein Übriges.

Am Strand des Tachinger Sees.

Der schöne Ausklang eines gelungenen Ausfluges.

Mitte Oktober und wir haben Badewetter!

Da zog es nicht nur mich ans Wasser.

Sonnenuntergang am Ende eines herrlichen Wochenendes.

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