Donnerstag, 18. September 2014

Plitwitzer Seen - Kroatien/Istrien

Wie erwartet begann der Tag heute mit einer Rutschpartie bei der Abfahrt am Stellplatz. An ein normales Wegfahren war nicht zu denken, aber mit etwas Schaukeln und Ausnutzen des seitlichen Gefälles ging es schneller als gedacht. Interessierte und mitfühlende Blicke der anderen Wohnmobilfahrer habe ich jedenfalls geerntet.

Für heute war schönes Wetter mit Sonne vorher gesagt, aber der Nebel hielt sich den ganzen Tag hartnäckig. Ein paar Sonnenstrahlen bekam ich noch ab, wenn auch nur gelegentlich. Immerhin blieb es trocken.

Nach der Abfahrt ging es zunächst sieben Kilometer die Straße entlang. Dann war ich am Eingang 2 und begann meine Wanderung durch den Naturpark.

Panoramablick bei den Plitwitzer Seen.

Bus- und Wohnmobil-Parkplatz am Eingang 2.
Ausreichend Platz und gar nicht mal so teuer. Allerdings ist Übernachten nicht erlaubt.

Vom Parkplatz aus führt dieser Weg zum Naturpark.

Übersichtstafel am Eingang.

Und hier geht's rein.
Seit 1949 bereits sind die Plitwitzer Seen Naturpark und sie wurden 1979 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Jährlich kommen etwa 900.000 Besucher dort hin, um die leuchtend grünen 16 Seen zu bestaunen. Die Landschaft ist von dichten, urwaldartigen Wäldern geprägt, in denen unter anderem Schlangen, Wölfe, Bären, Luchse, Füchse und 20 Fledermausarten zuhause sind. Durch den Park führen mehrere Wanderwege, die zwischen zwei und acht Stunden durch die Natur führen. Um zwischen den Oberen und den Unteren Seen schneller voranzukommen, gibt es eine Elektro-Panoramabahn und Elektro-Schiffe mit drei kleinen Häfen bzw. Bahnhöfen. Und wieder begegnet mir Winnetou: "Der Schatz im Silbersee" wurde teilweise auch hier gedreht!

Was ist nun das Besondere? Verborgen in der bewaldeten Karstlandschaft reihen sich stufenförmig abfallend die Seen mit kristallklarem Wasser aneinander. Sie sind durch schäumende Kaskaden und rauschende Wasserfälle verbunden. Das Wasser gelangt aus zahlreichen kleinen Flüssen und Bächen in die Seen. Im Verlaufe der Jahrtausende griff das Wasser die Felswände und Flussbette, die es durchfloss, an und löste sie auf, wobei sich durch die Ablagerung von Kalzit und mit Hilfe spezieller Algenarten und Moos Rauwacke oder Travertin bildete; eine poröse Kalksteinart, die auch heute noch unter Umweltschutz steht. Die Landschaft verändert sich also ständig und bildet ein beeindruckendes Naturschauspiel.
 
Mit dem Elektrobot geht es auf dem Kozjak-See voran.

Vorbei an den ersten kleinen Wasserfällen, fuhr ich zuerst auf den Unteren Seen.

Blick auf den Uferweg.

Der "Big Waterfall" ist die Hauptattraktion.
Hier fällt die Plitvica 76 Meter tief in die Korana-Schlucht.

Wunderschöne Wanderwege.

Und immer wieder solche Ausblicke.

Über Treppen führte der Weg hinunter zum Wasser.


Hier kommt der Wasserfall auf.
Beim "Big Waterfall".
Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und den vielen Tropfen gelang mir leider kein besseres Foto.
 
Auf dem Weg vom großen Wasserfall weiter zu den Oberen Seen waren die Stege zum Teil überflutet. Deshalb durften am frühen Nachmittag keine Besucher mehr zu der Attraktion. Wie schade! Einige quetschen sich trotzdem durch, aber Aufsichten hielten die große Masse zurück. Da hatte ich wohl Glück und die richtige Richtung erwischt!

Hier durfte man eigentlich nicht laufen,...

...aber so schlimm war's ja auch wieder nicht!

Der "Big Waterfall" und ich.

Hier wandert man entlang der kleinen Wasserfälle.

Zum Schluss war ich noch an den Oberen Seen.

Hier ist es ruhiger, gemütlicher...

...und ständig wird man vom Rauschen der Wasserfälle begleitet.

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